Reflexive report

Teil 1 :

In diesem teil meines Reflektionsbericht werde ich meine Ziele für dieses Jahr reflektieren und ich werde zusammentragen was ich bereits erreicht habe und wie viel ich von der Erfahrung als ganzes gelernt habe.zu beginn meine sprachziele,welche sind:
1- mein horverstandnis verbessern.
2- meinen wortschatz erweitern.
3- mein sprechen und meine Aussprache verbessern.

Um mein erstes Ziel zu erreichen, hab ich, wie ich in meinem Blog bereits erwähnt, so viel geübt , um mich zu verbessern. Beispielsweise, hab ich versucht so oft wie möglich deutsches Radio zu hören, weil die Radiomoderatoren dort wirklich reines Hochdeutsch sprechen, was mir wirklich hilft.Ich habe auch viele YouTube-Videos auf Deutsch angeschaut, da hat es Spaß gemacht , mein Hörverstehen auf Vordermann zu bringen.Außerdem habe ich meine Freunde gebeten immer Deutsch zu sprechen , wenn ich dabei bin, damit ich mein Hörverständnis verbessern und neue Wörter aufschnappen kann. Des Weiteren habe ich dieses Jahr so viel deutsche Musik gehört. Ich denke, das waren alles hervorragende Möglichkeiten mein Hörverständnis zu verbessern, da ich wirklich einen Unterschied bemerkt habe. Als ich das erste Mal nach Deutschland kam, konnte ich noch nicht viel von dem Deutsch, das mit mir gesprochen wurde verstehen. Jetzt aber erkenne ich Wörter schon um einiges schneller und verstehen gesprochenes Deutsch viel besser als noch am Anfang. Deshalb würde ich sagen, dass ich mein Ziel erreicht habe.

Um mein zweites Ziel in Sachen Sprachen zu erreichen habe ich versucht neue Wörter zu lernen, indem ich Deutschen beim Sprechen zugehört habe. Und um mein Vokabular noch weiter zu erweitern habe ich versucht mir jede Woche 10 neue Wörter zu merken. Neue Vokabeln zu lernen ist eines der Dinge die mir am meisten bei dem Erlernen einer neuen Sprache gefallen, daher hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht deutsches Vokabular zu erlernen. Vor allem Wörter für die es im Englischen oder Arabischen keine direkte Übersetzung gibt, wie zum Beispiel “Fernweh”, “Fremdschämen” oder Weltschmerz”. Und Wörter die sehr lustig sind wenn man über die wortwörtliche Bedeutung nachdenkt wie “einwandfrei” oder “rattenscharf”. Ich bin der Meinung, dass ich auch dieses Ziel erreicht habe, da ich definitiv mehr Deutsche Wörter kenne als zuvor.

Bei meinem letzten Sprachziel geht es um das Verbessern des Sprechens und der Aussprache, ich dieses Jahr sehr fokussiert war. Um das Sprechen zu üben, nahm ich abends am Deutschunterricht im Gothe Institut teil, was hilfreich war. Ich besuchte auch die Familien von Freunden, die kein Englisch sprachen um mein Deutsch mit ihnen zu üben. Ich hatte sogar eine deutsche Freundin, die Arabisch lernte. Wir unterstützten uns gegenseitig in der jeweils anderen Sprache. Wir übten Alltagssituationen wie das Bestellen in einem Restaurant oder das Einkaufen. Ich denke, dass ich mich beim Sprechen nur ein wenig verbessert habe. Trotz der harten Arbeit, habe ich immer noch nicht das Niveau erreicht, das ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte.

Zweitens meine Persönliche Ziele :
1- Selbstbewusster sein und mehr Deutsch sprechen.
2- Kontaktfreudig sein und mehr Freunde kennen lernen.

Mein erstes persönliches Ziel war selbstbewusster zu werden, wenn ich deutsch spreche. Ich denke, dass ich mich ein bisschen verbessert habe aber nicht als zu sehr. Ich glaube, dass ich noch mehr daran arbeiten muss über die Jahre hinweg. Ich denke, dass es wichtig ist, sehr viel Selbstbewusst sein zu haben, weil man dadurch besser Gespräche auf deutsch mit Muttersprachlern führen kann, ohne schüchtern zu sein. Dies wird meine Sprache sicherlich verbessern.

Ich war außerdem sehr glücklich auch mein zweites persönliches Ziel erreicht zu haben: ich habe schöne und tiefe Freundschaften aufgebaut. Ich hatte Schulfreunde studienfreunde, Freunde zum reisen und ich lernte sogar die Freunde meiner Freunde kennen. Es hat sehr viel Spaß gemacht diese Menschen aus vielen anderen Kulturen kennenzulernen die so anders sind als meine.

Auch ist mein schulisches Ziel :
1- Meine Noten in allen Fächern verbessern.

Ich glaube, das war eines der Ziele, die am schwersten zu erreichen waren, vor allem, weil die Fächer in der Schule auf Muttersprachler ausgerichtet sind.
Die meisten Noten haben sich im zweiten Halbjahr verbessert, was wohl daran liegt, dass ich die Lehrer und die Schule zu diesem Zeitpunkt schon besser kannte. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich dieses Ziel ganz erreicht habe.

Und abschließend komme ich zu meinen kulturellen Zielen- diese sind wie folgt:
1- Mehr über deutsche Traditionen lernen.
2- Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in München besuchen und mehr über die Geschichte der Stadt lernen.
2- Mehr über den Lebensstil der Deutschen erfahren, wie das Miteinander oder mit Ausländern umgehen, und ihre Meinung zu verschiedenen Themen.

Ich denke, dass ich meine Ziele, was die deutsche Kultur anbelangt, erreicht habe. Ich weiß jetzt viel mehr über die deutsche Kultur, als noch bei meiner Ankunft in Deutschland. Ich war hauptsächlich an den den Trachten interessiert, und wie sie sich von Region zu Region unterscheiden. Außerdem fand ich die landestypischen, traditionellen Speisen sehr interessant. Mein Lieblingsgericht ist Schnitzel. Und zudem hat es mir riesig Spaß gemacht, mehr über die traditionellen Handwerke zu lernen, die man in Deutschland früher ausgeübt hat.

Zweitens habe ich versucht, so viele wichtige Sehenswürdigkeiten zu besuchen wie möglich um mein zweites kulturelles Ziel zu erreichen. Ich habe an der Langen Nacht der Museen im Oktober teilgenommen, was eine sehr gute Idee war, weil ich viele Museen besichtigen konnte und dadurch viel über die Geschichte Münchens gelernt habe. Ich würde sagen, dass der für mich interessanteste historische Aspekt in München mit König Ludwig, seinen Geschichten und Schlössern zu tun hatte.Eines seiner beeindruckendsten Schlösser, das mir sehr gefallen hat, ist Schloss Neuschwanstein, das aussieht wie aus einem Märchenbuch. Außerdem besuchte ich Garmisch, einen der schönsten Orte in der Gegend. Die Erfahrung, in den Alpen zu wandern, war fantastisch.Ein anderer Aspekt, über den ich viel erfahren habe, ist der Zweite Weltkrieg. Mein Besuch im Konzentrationslager Dachau war sehr wichtig während meiner Zeit in München, und ich habe noch viel mehr zu diesem Thema erfahren, als ich in Berlin war. Das waren nur die interessantesten Orte, die ich besucht habe, und die interessantesten Erfahrungen, die ich in München gemacht habe. Es gibt natürlich noch viel mehr, und ich würde deshalb sagen, dass ich auch dieses Ziel gut erfüllt habe.

Und schließlich mein drittes, kulturelles Ziel, ich habe viel über den deutschen Lebensstil gelernt, indem ich mit Freunden und deren Familien Zeit verbracht habe und ich stimme mit fast allen Meinungen überein, die ich über gewisse Themen über die wir gesprochen haben, hörte.
Dabei habe ich mich auf 3 Themen konzentriert.
1. Reisen als eine Bildungsmethode
2. Freiwilligenarbeit (würdest du teilnehmen oder nicht)
3. Kriegsopfern Asyl gewähren (dafür oder dagegen)
Ich denke die meisten Leute mit denen ich gesprochen habe waren mit mir in dem ersten Punkt einer Meinung und haben mich sogar weiter ermutigt zu reisen, und sie sagten mir auch, dass sie wieder auf eine Gelegenheit warten, um selbst wieder zu reisen. Tatsächlich bin ich mit einer deutschen Freundin in die Schweiz gefahren und die meisten meiner Reisen innerhalb Deutschlands waren auch mit Deutschen.

Bezüglich des 2. Punktes, war ich dieses Jahr in drei verschiedenen Voluntärjobs tätig und habe viele ehrgeizige, enthusiastische junge Deutsche getroffen, die bereit waren jederzeit zu helfen. Daher würde ich sagen die meisten Deutschen sind mit dem Konzept der Freiwilligenarbeit vertraut und dort auch tätig.
Und bezüglich des dritten Themas habe ich gespaltene Meinungen gehört und ich werde auch darüber detaillierter berichten, aber dazu mehr im 2. Teil des Berichts. Um es zusammenzufassen glaube ich dass ich einige meiner Ziele erreicht habe andere nicht. Nichtsdestotrotz war diese Jahr eine großartige Erfahrung und ich habe jede Sekunde davon genossen.

Teil 2:

In diesem Teil meines Berichts werde ich näher auf meine kulturellen Ziele eingehen. Ich habe mir überlegt über das dritte kulturelle Ziel zu sprechen. In diesem geht es darum, so viel wie möglich über die Meinung der Deutschen zu verschiedenen Themen zu erfahren. Während meines Aufenthalts in Deutschland habe ich viele Unterhaltungen über mehrere Themen mit Deutschen geführt und ich kann mehr oder weniger sagen, dass Deutsche sehr rational und informierte Leute sind, aber auch sehr rechthaberisch, was das Ganze für mich noch interessanter machte. Eines der populärsten Themen zu der Zeit waren die syrischen Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass selbst nur Unterhaltungen über dieses Thema sehr hitzig werden konnten. Und weil dieses Thema so umstritten ist, dachte ich mir es wäre perfekt für mich dies als Teil meiner kulturellen Ziele näher zu untersuchen und dann meinen Bericht darüber zu schreiben.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufnimmt, sagte die BBC „Mehr als eine Million Migranten und Flüchtlinge sind im Jahre 2015 nach Europa gekommen, und entfachten dabei eine Krise, denn die Länder hatten Schwierigkeiten mit dem immensen Zustrom zurecht zu kommen und das Ganze rief so eine Spaltung in der EU hervor: Wie siedelt man am besten die Menschen um. Die große Mehrheit der Flüchtlinge kam über den Seeweg und einige Migranten haben aber den Landweg gewählt, hauptsächlich über die Türkei und Albanien. Der Winter hat den Menschenstrom auch nicht eingedämmt – es sind 135,711 Menschen, die Europa seit Beginn des Jahres 2016 über den Seeweg erreichten , so die UNHCR.”
Deutschland ist eines der Länder die kürzlich sehr viele Flüchtlinge aufgenommen hat und hat zudem bis jetzt auch die größte Anzahl an Asylanträgen in der EU , so die BBC.

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Die Deutschen haben nichtsdestotrotz gespaltene Meinung über dieses Thema. Viele Leute denken, dass die Flüchtlinge eine Gefahr für Deutschland darstellen. Drei meiner Mitschüler hatten einen sehr ernsten Streit in einer Diskussionsrunde über dieses Thema. Manche glaubten, dass es zu risikobehaftet ist, wenn man solche Massen an Menschen nach Deutschland einreisen lässt, weil es einen direkte Verbindung zu Terrorismus haben könnte. Ein anderer meinte, dass Deutschland wirtschaftlich noch nicht darauf ausgerichtet ist, so viele Menschen aufzunehmen. Wohingegen wiederum andere denken, dass es das Richtige ist, Kriegsopfern Asyl zu gewähren und diese aufzunehmen.

Ich hatte großes Glück, dass ich meine kulturelle Zielsetzung erreichen konnte und sehen konnte, wie Menschen wichtige Themen wie dieses in Deutschland diskutierten. Und am allerwichtigsten, ich fühlte mich geehrt, dass ich an diesen sogar teilnehmen durfte. Meine Freunde und ich hatten die Gelegenheit, dieses Thema mehrmals zu diskutieren und für mich war es eindeutig, dass die meisten jungen, gebildeten Leute dafür waren, dass man den Flüchtlingen Asyl gewährt. Manche meiner Freunde haben sogar in den Erstaufnahmeunterkünften gearbeitet, um die Flüchtlinge in die neue Gesellschaft zu integrieren.

Ich habe in meiner Schule eine Umfrage durchgeführt und die folgende, allgemeine Frage gestellt:

„Bist du dafür, dass man Kriegsopfern Asyl gewähren sollte?“

100 Personen haben an der Umfrage teilgenommen und nur 7 Personen davon haben mit „nein“ geantwortet, wohingegen 93 mit „ja“ gestimmt haben. Dazu muss man im Hinterkopf behalten, dass alle Teilnehmenden der Umfrage zwischen 18 und 30 Jahre alt waren und alle gebildet/ eine Schulbildung genossen waren.

Dann befragte ich diejenigen, die mit „nein“ gestimmt haben und habe erfahren, dass der Hauptgrund „Angst“ ist – Angst vor dem Unbekannten, Angst vor Neuem und Angst vor etwas, das anders ist. Die Religion, der die syrischen Flüchtlinge angehören, war der ausschlaggebende Faktor dafür, dass die Menschen Angst vor Flüchtlingen, deren Kultur und deren Ethnie haben und sogar der Bildungsgrad rief sehr ernste Zweifel in der Meinung mancher Leute hervor. Und für manche war es natürlich auch der wirtschaftliche Status in Deutschland, der einige Umfrageteilnehmer veranlasste dagegen zu sein.

Auf der anderen Seite sagten auch Teilnehmer die mit “ja” gestimmt hatten, dass es auf jeden Fall sehr Strenge Gesetze geben sollte, um den Asylantragsprozess zu kontrollieren. Zum Beispiel sollten die Flüchtlinge gültige Ausweispapiere, keine Verbindungen zu Terrorismus haben und es sollte Limits für die jährliche Aufnahme von Flüchtlingen in einem Land geben und kriminellen Flüchtlinge sollten abgeschoben werden. Die Zusammenfassung der Ergebnisse meiner Umfrage ist, dass es weit mehr Menschen gibt, die Flüchtlinge in Deutschland willkommen heißen als Menschen die gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sind.

In diesem Teil meines Berichts schreibe ich über Arbeiten, die junge Deutsche machen, um Migranten zu helfen. Zwei meiner Freunde haben eine Organisation gegründet, die “Ahlansasahlan” heißt, das lässt sich mit “du bist willkommen” übersetzen. In dieser Organisation können Fragen beantwortet und Flüchtlingen mit ihren Integrationsprozessen geholfen werden. Ich habe für diese Organisation als Übersetzerin gearbeitet (Arabisch/ Englisch/ Deutsch) und es war eine wunderbare Erfahrung. Eine andere Freundin und ich haben uns für ein Projekt angemeldet, um Flüchtlingen Deutsch zu lernen und ihnen mit ihren Computerkenntnissen zu helfen, was ebenso eine super Erfahrung war. Umgeben von diesen motivierten Menschen wurde man schnell in den Bann gezogen und man konnte gar nicht anders als so zu werden wie sie, daher habe ich darauf bestanden zu helfen und dieses Jahr etwas zurückzugeben.
Ich war erstaunt wie einladend Deutsche sind, nicht nur den Flüchtlingen gegenüber, aber allen Menschen gegenüber. Ihre Gastfreundschaft, die Liebe zu helfen und gutes Benehmen machten meine Erfahrung in Deutschland viel besser als ich es erwartet hatte. Mein kulturelles Ziel habe ich absolut erreicht und ich bin sehr stolz darauf, dass ich in diesem großartigen Land, bei diesen Volontärarbeiten, den Flüchtlingen zu helfen mitgemacht habe. In Deutschland gewesen zu sein und diese aufgeschlossenen Meinungen zu hören und zu sehen wie viel Hilfe für andere angeboten wird, hat mich erkennen lassen, dass es keine Rolle spielt welche Volkszugehörigkeit jemand hat – wir sind alle EINS, wir sind alle Menschen und wir müssen uns gegenseitig helfen soweit es möglich ist.

Literaturverzeichnis :

BBC, 2016 , http://www.bbc.com/news/world-europe-34131911

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